Special: Was ist ein Bachelor of Laws?

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Das Themen-Special zum Titel "Bachelor of Laws"

Der Bachelor of Laws allein ermöglicht noch nicht den Zugang zu den klassischen juristischen Berufen wie Richter oder Rechtsanwalt. Stattdessen ist nach wie vor die Erste und Zweite Juristische Staatsprüfung nötig.

Der Abschluss "Bachelor of Laws" (LL.B.) wird als erster akademischer Grad an Absolventen verliehen, die das Bachelorstudium der Rechtswissenschaften erfolgreich abgeschlossen haben. Die Regelstudienzeit für ein Vollzeitstudium beträgt meist 6 Semester.

Wer als Rechtsanwalt, Richter oder Notar arbeiten möchte, kann dies mit dem Abschluss Bachelor of Laws jedoch nicht tun. Denn die Umsetzung des Bologna-Prozesses, die eigentlich einheitlich bis 2010 erfolgen soll, lässt sich im Bereich der Rechtswissenschaften nicht so ohne weiteres gestalten. So ist auch nach Bologna noch immer der Abschluss der Ersten und Zweiten Juristischen Staatsprüfung (Staatsexamen) nötig, um als Volljurist arbeiten zu können.

Der Bachelorabschluss ermöglicht jedoch eine juristische Laufbahn in der Wirtschaft sowie eine Tätigkeit im Ausland. Während des Bachelor of Laws Studiums lassen sich unterschiedliche Schwerpunkte setzen, so dass sich für Absolventen des Studiums auch andere Berufschancen eröffnen. Wer zum Beispiel den Schwerpunkt Business Law wählt, hat als Bachelor of Laws in Banken, Versicherungen, Stiftungen, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaften gute Karrierechancen.

Streit um den Bachelor of Laws

Die klassische Ausbildung zum Volljuristen verläuft in Deutschland zweistufig und ist streng auf die beiden Staatsexamen ausgerichtet. Die durchschnittliche Studienzeit dieses Studiengangs liegt bei 8 Jahren. Zusätzlich zum Studium der Rechtswissenschaft muss eine 2-jährige Vorbereitungszeit, das Rechtsreferendariat absolviert werden. Wer einen klassischen juristischen Beruf wie Anwalt oder Richter machen möchte, muss das Erste und das Zweite Staatsexamen machen, um zugelassen zu werden.

Vorteile des Bachelor of Laws Studiengangs

Kritiker des Bologna-Prozesses halten die konsekutiven Bachelor/Master of Laws Studiengänge nicht für einen adäquaten Ersatz zum klassischen Jurastudium. Befürworter der neuen Studiengänge können jedoch einige Pluspunkte des Bachelor of Laws Studienganges aufzählen:

  • Internationale Ausrichtung des Studiengangs durch Vorstellung ausländischer Rechtsordnungen
  • Konzentration auf die generalisierbaren Grundlagen der Rechtswissenschaft
  • Berufsqualifizierender Abschluss nach dreijähriger Ausbildung
  • Lehre einiger neu konzipierter praxisrelevanter Fächer (Vertragsgestaltung, Mediation)
  • Vermittlung moderner Informationstechniken

Fazit

Ein Ersatz für das klassische zweistufige Jurastudium ist der Studiengang Bachelor of Laws vielleicht nicht. Er besitzt aber durchaus einige Vorzüge und eröffnet Absolventen ganz neue Berufsperspektiven. Eine Beschäftigung mit den angebotenen Studiengängen ist sehr empfehlenswert, wenn man sich einen umfassenden Überblick über die Karrieremöglichkeiten im Bereich Recht verschaffen möchte.